Pferde begleiten mich seit meiner Kindheit.
Ich bin mit ihnen aufgewachsen, nicht im Sinne eines klassischen Ausbildungswegs, sondern durch Zeit, Beobachtung und Nähe. Schon früh war ich mehr damit beschäftigt, Pferde zu beobachten, mit ihnen draußen zu sein und ihren Bewegungen zuzusehen, als Techniken zu erlernen.
Kraft, Druck und das Erzwingen äußerer Formen haben für mich nie stimmig ausgesehen. Vieles von dem, was im Reitsport als „korrekt“ galt, konnte ich zwar sehen, aber nicht verstehen.
Erst über Begegnungen mit unterschiedlichen Lehrern begann sich mein Blick zu ordnen. Besonders prägend war dabei das wachsende Verständnis für Balance, für die Bedeutung kleiner Details und für die Frage, was ein Pferd in einem bestimmten Moment tatsächlich braucht, um sich besser zu bewegen.
Die Arbeit mit sehr unterschiedlichen Pferden hat mir gezeigt, wie individuell Entwicklung verläuft und wie wenig sich gute Arbeit verallgemeinern lässt.
Heute verstehe ich Ausbildung nicht als das Umsetzen eines Systems, sondern als einen Prozess aus Wahrnehmen, Einordnen und Anpassen. Pferde sind für mich keine Objekte, an denen etwas „gemacht“ wird, sondern Partner, deren körperliche Voraussetzungen, Geschichte und Tagesform ernst genommen werden müssen.
Ich kenne das Suchen, das Zweifelhaben und das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, deshalb arbeite ich heute so, wie ich arbeite.
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